Ich bin ja mehr an den zeitlosen Themen interessiert.
Dennoch: Wieder einmal ein paar Gedanken zur aktuellen Zeitqualität, also den Konstellationen der nächsten Tage.
Das Uranus-Pluto-Quadrat war vergangenen Samstag zum ersten Mal in diesem Jahr exakt, das heißt, die seit letztem Jahr im Hintergrund wirkende Unruhe, die ich als “Ruhe vor dem Sturm” bezeichnet habe, ist auf einem ersten Höhepunkt. Der Pluto-Container ist voll, er möchte gesprengt werden, das Neue möchte geboren werden. Die hintergründige Uranus-Pluto-Stimmung begünstigt Gefühle von Enge, Angst (Angst leitet sich auch etymologisch von Enge ab), Stauungen auf allen Ebenen – aber auch der Erwartung auf Veränderung, Leitbildwechsel. Denn Uranus-Pluto verlangt nichts Anderes als das Verändern (Uranus) der bisherigen Vorstellungen und Denkmuster (Pluto). Sonne-Pluto in Opposition bleibt uns auch die kommende Woche noch nicht erspart: Man ist tendenziell vorstellungsgeleitet, neigt zu Fanatismus. Die Lebensenergien fließen nicht so, wie es der Krebs, in dem die Sonne steht, sich wünschen würde, sie fließen durch den engen Kanal der eigenen Vorstellungen und Ideen – nicht gerade zu Gunsten der Lebendigkeit und Spontanität. Damit ist diese Sonne direkt verbunden mit der herrschenden Uranus-Pluto-Thematik (Sonne Quadrat Uranus/Opposition Pluto): Gezwungenheit und gleichzeitige Unruhe im Verhalten sind kennzeichnend.
Die seit Anfang Mai rückläufige Venus wird am 27. Juni wieder direktläufig – diese Phase der Aufarbeitung von Vergangenem, von Begegnungen aus der Vergangenheit – bezogen auf die Themen Beziehung, Partnerschaft – geht zu Ende. Energien können jetzt wieder ungehindert in Beziehungen fließen, und Neues kann unbeschwerter begonnen werden. Unbeschwert ist hier ein gutes Stichwort: Wandernd durch das Zeichen Zwillinge, möchte Venus unbeschwert, vielleicht auch etwas oberflächlich lieben. Leichtigkeit in den Beziehungen steht im Vordergrund. Auch die Neigung sich zu täuschen oder Illusionen zu erliegen, ist gegeben (Venus-Neptun), luftige Liebesträume, könnte man sagen.
Auch Saturn wird wieder direktläufig, der Zugang zu den Fundamenten des Daseins, des Bestimmenden im Leben, und die Ausdauer und Konsequenz, Dinge anzugehen, ist wieder greifbarer, zielgerichteter.
Merkur-Saturn, wobei Merkur jetzt noch im Krebs, da möchten Gefühle geregelt werden. Die Tendenz geht dahin, selbst die Regeln für das Leben aufzustellen, und weniger auf das zu hören, was einem bestimmt ist. Da ist es gut, dass Saturn wieder direktläufig wird, um sich stärker bemerkbar zu machen.
Natürlich kann es helfen, nach Art von Merkur-Saturn zu versuchen, alles “in den Griff zu kriegen” und den eigenen Schemata zu unterwerfen – noch dazu wo zur Zeit soviel in der Luft liegt. Auch Sonne-Mars im Quadrat, diese Woche. Da ist schon auch ein Maß an Aggression spürbar.
Fazit: Angesichts der Tendenzen zu Verkrampfungen aller Art, auch und gerade im Denken, wird es gut tun, verstärkt auf das eigene Empfinden zu hören. Empfinden kommt vom In-sich-finden, das heißt, es geht um Innenschau und Rückzug. Die Sonne im Zeichen Krebs weist in diese Richtung. Was uns nicht am unbeschwerten Liebesgenuß hindern soll…


Wir hatten kürzlich Sonne Quadrat uranus Opp Pluto/Mond. Da denkt man an die Tarotkarte Mond, das Durchwandern der Nacht und seelischen Tiefen.
Aber auch an die acht Schwerter, das aus dem eigenen Reich ausgesperrt bleiben und die fünf Münzen, sein Kreuz trotz Verhinderungen und ohne ausreichende Mittel tragen zu müssen.
Am Schluß stünde dann wohl “Gerechtigkeit (XI)”, als vom Uranus gefordete Konsequenz im Wahrhaftigen, die irgendwann von Saturn geprüft würde…
lg