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	<title>astroblog.net &#124; Astrologie &#124; Traumdeutung</title>
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	<description>Erträumtes, Geschriebenes, Gedachtes und Gedeutetes</description>
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		<title>Die große Stille</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 07:04:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Filmempfehlung: Die große Stille, ein Dokumentarfilm von Philip Gröning über das Leben der Karthäuser. Die Karthäuser sind eine Ordensgemeinschaft, die 1084 vom Heiligen Bruno in Frankreich gegründet wurde. Die Gemeinschaft zählt zu den Schweigeorden, in deren Zentrum der Rückzug und &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/05/15/die-grose-stille/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Filmempfehlung: Die große Stille, ein Dokumentarfilm von <a title="philip gröning" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philip_Gr%C3%B6ning" target="_blank">Philip Gröning</a> über das Leben der Karthäuser.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/p1lfOWFHry8" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Die Karthäuser sind eine Ordensgemeinschaft, die 1084 vom Heiligen Bruno in Frankreich gegründet wurde. Die Gemeinschaft zählt zu den Schweigeorden, in deren Zentrum der Rückzug und das Gebet stehen.</p>
<div id="attachment_1315" class="wp-caption aligncenter" style="width: 230px"><a href="http://astroblog.net/2012/05/15/die-grose-stille/220px-san_bruno/" rel="attachment wp-att-1315"><img class="size-full wp-image-1315" title="220px-San_bruno" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/05/220px-San_bruno.jpg" alt="" width="220" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Der Heilige Bruno, Gründer der Karthäuserorden</p></div>
<p>Der Film ist sehr beeindruckend und sehr schön gemacht, es wird nicht gesprochen und auf Filmmusik verzichtet &#8211; nur der Chorgesang der Mönche ist zu hören. Ich bin beim Sehen dieses Films regelrecht eingetaucht in die Atmosphäre dieses Lebens, was sicherlich durch die Art und Weise der Gestaltung des Films beabsichtigt war.</p>
<blockquote><p>„Unser Bemühen und unsere Berufung bestehen vornehmlich darin, im Schweigen und in der Einsamkeit Gott zu finden.“ (Statuten 12,1).</p></blockquote>
<p>Diese Regel des Schweigeordens macht mich dennoch nachdenklich und hat mich lange nicht losgelassen. Der Gedanke ist sehr schön und wahr, dass Gott in der Stille in uns spricht, dass Gottes Wort in uns hörbar wird, wenn äußere Reize wegfallen. Ich dachte auch mehrmals während dieses Films, dass möglicherweise die Welt eine andere wäre, gäbe es nicht Männer und Frauen, die ihr Leben ausschließlich darauf ausrichten, für die Welt und die Menschen zu beten.</p>
<p>Ich bin mir sicher, dass kein Gebet ungehört bleibt sondern im Unbewussten Aller wirkt. Das Göttliche ist der vierte Quadrant, und der ist in jedem Menschen, und somit ist Gott in jedem Menschen, wenn auch nicht im persönlichen, subjektiven Bereich. Deshalb wirkt ein Gebet eines Menschen im Unbewussten der Menschen, der Welt. Wer weiß wie die Welt aussehen würde, gäbe es nicht Menschen, die täglich beten und ihr Inneres, ihr Empfinden, Gott öffnen, oder astrologisch ausgedrückt: Neptun in ihrem Empfinden, Mond, auftauchen zu lassen, <strong>Mond-Neptun</strong>, das Empfinden des Namenlosen, Unendlichen, des Göttlichen.</p>
<p>Besonders beeindruckt haben mich die Worte eines alten erblindeten Mönchs gegen Ende des Films: Er danke Gott jeden Tag dafür, ihn erblindet haben zu lassen, denn er lebe im Vertrauen darauf, dass Gott nur das für ihn Beste tun werde. Und damit habe auch seine Blindheit ihren Platz und Sinn. Ich bin hin- un hergerissen zwischen der Ehrfurcht vor einem derartigen Vertrauen in das Leben, und andererseits zwischen dem Empfinden, hier werde Leid, Krankheit und Verletzung doch auch einfach beschönigt und nicht als das gesehen, was es nun auch einmal ist: Leid und Schmerz, der sich gegen das Leben wendet.</p>
<p>Und dennoch, bei aller Faszination:  Ist es für das Hinwenden zu den Menschen und zur Welt im innigen Gebet notwendig, sich ganz aus der Welt zurückzuziehen, in die völlige Einsamkeit? Mir bleibt nach dem Ansehen dieses Films doch auch der Gedanke, dass es sich hier auch um eine Art Lebensverweigerung handeln könnte.</p>
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		<title>Meine nächtlichen Reisen am vergangenen Wochenende</title>
		<link>http://astroblog.net/2012/05/14/meine-nachtlichen-reisen-am-vergangenen-wochenende/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 19:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Letztes Wochenende hat mir intensive Träume beschert. Es hat sicher damit zu tun, dass ich mich in den letzten Wochen häufig mit meiner Herkunft und meiner Familie beschäftigt habe: Denn in der Nacht auf Sonntag finde ich mich &#8211; wie &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/05/14/meine-nachtlichen-reisen-am-vergangenen-wochenende/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Wochenende hat mir intensive Träume beschert. Es hat sicher damit zu tun, dass ich mich in den letzten Wochen häufig mit meiner Herkunft und meiner Familie beschäftigt habe:</p>
<p>Denn in der Nacht auf Sonntag finde ich mich &#8211; wie so oft in meinen Träumen &#8211; in meinem Elternhaus wieder. Diesmal keine Spinnen, Spinnennetze oder Ähnliches.</p>
<p>Dafür ist mein Partner anwesend, nicht zu seinen Gunsten, vor meinen Augen fällt er im Stiegenhaus über das Geländer und stürzt hinunter. Es geschieht vor meinem ehemaligen Kinderzimmer. Mich überkommt eine furchtbare Angst, er könnte tot sein, das Genick gebrochen. Ich weiß, ich sollte nachsehen ob er lebt, aber ich habe solche Angst, ihn tot aufzufinden, dass ich wie erstarrt bin. Daraufhin, warum auch immer, wie  in einer Art Regression, gehe ich in mein altes Kinderzimmer, das ja in der Form heute gar nicht mehr existiert. Zu meinem Erstaunen finde ich dort mein altes Kinderbett, und ich lege mich hinein und versuche zu schlafen. Es gelingt mir nicht, das Bett ist viel zu klein, außerdem sehe ich jetzt aus der Nähe das alte, faulende und modrige Holz, es ist fast schwarz und stößt mich ab.</p>
<p>Dieser Traum folgte auf einen ersten, aus dem ich unruhig und voller Angst erwachte:</p>
<p>Ich sehe vor meinen Augen, wie jemand mit einer riesigen Säge oder einem Messer in mehrere Teile zerschnitten wird. Dieser Traum ist so schrecklich, dass ich sehr schnell erwache. Im Erwachen habe ich das Gefühl, ich selbst sein diejenige gewesen, die hier zerschnitten wurde.</p>
<p>Dann folgte der oben beschriebene Traum in meinem Elternhaus.</p>
<p>Der ganze Tag darauf war gefärbt von den atmosphärischen Nachwirkungen dieser Träume. Ich stand irgendwie neben mir, auch und gerade weil es sich noch dazu um den Muttertag handelte, an dem ich zu Besuch bei Mutter und Großmutter war &#8211; also eine geballte Ladung familiärer Herkunft um mich herum, und das nach diesen Träumen&#8230; Das Bedürfnis, mich einfach wegzuschalten begleitete mich den ganzen Tag.</p>
<p>In der letzten Nacht werde ich von meiner Tochter geweckt: sie hatte einen Alptraum, in dem sie von einem Wolf verfolgt und beinahe gefressen wurde. Sie war &#8211; zu meinem nicht geringen Erstaunen &#8211; im Traum auch in meinem Herkunftsort, einem kleinen Dorf im Mühlviertel, und zwar mit meinem Vater. Sie geht dort mit ihm und ihrer Freundin in den nahen Wald. Ganz wie im Rotkäppchen lauert ihr dort aber ein Wolf auf, sie und ihre Freundin können flüchten, Großvater aber wird vom Wolf gefressen.</p>
<p>Der Traum hat sie sehr mitgenommen, sie konnte lange nicht mehr einschlafen und fragte mich mehrmals, ob es in unserer Nähe auch vielleicht Wölfe gäbe.</p>
<p>Noch mehr erstaunte mich, dass sie mich aus einem Traum geweckt hatte, in dem ebenfalls mein Vater, also ihr Großvater, eine Rolle spielte. In meinem Traum fragte ich mit meinem Partner gemeinsam meinen Vater um Rat wegen einem geplanten Hauskauf &#8211; mein Vater ist in der Baubranche. Er trat uns mit vernichtender Kritik entgegen, wir hätten keine Ahnung von einem guten Hauskauf, dieses sei zu alt, nicht mehr zu renovieren, ein absoluter Fehlkauf. Ich wurde sehr wütend ihm gegenüber.</p>
<p>Es ist dazu noch zu sagen, meine Tochter erlebt gerade ihre erste<strong> Mond-Saturn</strong>-Auslösung, im direkten Überlauf im Phänomensrhythmus. Sie hat &#8211; sicherlich deshalb &#8211; in letzter Zeit vermehrt Alpträume, als die Auslösung akut war, war sie einmal sogar so in ihrem Alptraum gefangen, dass sie, schon erwacht und mit mir sprechend, immer noch glaubte, sie sei im Traum und in Lebensgefahr. Es war das erste Mal, dass ich so etwas wie einen Wachtraum bei ihr erlebt habe, und es ist seither auch nicht mehr passiert.</p>
<p style="text-align: left;">Was ich jetzt entdeckt habe ist die die Tatsache, dass mein Radix-Pluto im Quadrat zu ihrem Mond-Saturn steht. Interessant ist in diesem Zusammenhang dass ich (gerade noch) unter einem <strong><a title="mars-pluto" href="http://astroblog.net/2011/09/05/drachenkampfe-macht-und-ohnmacht-bei-marspluto-transiten/" target="_blank">Mars-Pluto</a></strong>-Transit stehe (Transit-Pluto in meinem siebten Haus im Quadrat zu Mars in Haus fünf). Mars-Pluto ist der Wolf, da stelle ich mir schon die Frage, ob ich nicht mit ihrem Traum direkt in Verbindung stehe, auch wenn ich nicht direkt eine Rolle darin gespielt habe? Sie ist ein sehr sensibles Kind, doppelt Mond-Saturn (AC auf 17° Krebs und Mond-Saturn in Haus eins) und hat beinahe ähnlich intensive Träume wie ich. Ich bin mir sicher dass sie natürlich auch sehr viel von mir erspürt und aufnimmt. So wie meinen Pluto-Mars.</p>
<p style="text-align: left;">Hier ist das Horoskop des Aufwachzeitpunkts von mir und meiner Tochter in der letzten Nacht:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://astroblog.net/2012/05/14/meine-nachtlichen-reisen-am-vergangenen-wochenende/traum_wolf/" rel="attachment wp-att-1301"><img class="aligncenter size-full wp-image-1301" title="traum_wolf" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/05/traum_wolf.gif" alt="" width="748" height="1102" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Und wo finden sich die Bilder des Traums in dem Bild der aktuellen Zeitqualität wieder?Was natürlich auffällt, ist der <strong>Mars</strong> am DC, die Begegnung mit dem Aggressor, dem Wolf. Er ist verbunden mit<strong> Mond und Neptun</strong> in Haus zwölf, dem Namenlosen des Waldes (Neptun), in dem die Kinder (Mond) sich verlieren. Hier taucht Mars wie aus dem Nichts auf. Mond in Fische, am AC, gibt das Thema vor, das Leben (der Mond, das Kind, die Mutter), das mit Neptun in Haus zwölf verbunden in Auflösung begriffen ist. Widder ist im ersten Haus eingeschlossen, also ist auch Mars der AC-Herrscher, er spielt als Wolf also auch eine Hauptrolle. Wer hier im Traum begegnet, als Mars, ist in meinem Traum mein Vater und mein Partner; im Traum meiner Tochter mein Vater und eine Freundin (von der ich keine Geburtszeit habe). Was ich aber sicher weiß, ist, daß sowohl mein Vater als auch mein Partner einen AC zwischen 8 und 12° Jungfrau haben, bei meinem Partner knapp 9°, bei meinem Vater zwischen 10 und 12°, die Geburtszeit ist nicht gesichert. Da muss ich mich schon fragen, was mir die 9° Jungfrau eigentlich zu sagen haben &#8211; sie finden sich auch bei meiner Mutter und meinem Bruder am AC, bei meiner Mutter steht hier auch exakt Pluto darauf, bei meinem Großvater schon etwas drüber, aber zumindest in der Nähe, auch Jungfrau-AC. Bei ihm ist der AC nahe dem Gruppenschicksalspunkt auf 12,5°, Saturn-Uranus, das passt gut, er hat auch gestottert und war ein in sich zerrissener Mensch. Die 8° sind Mars-Jupiter, aber was hat mir das zu sagen?</p>
<p style="text-align: left;">Da muss ich wohl einmal in Ratlosigkeit einen Artikel beenden. In der Hoffnung dass sich diese Nebel auch noch einmal lichten werden.</p>
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		<title>Spinnen und andere Besetzungen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 12:50:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hatte gestern einige interessanten Synchronizitätserlebnisse, die allesamt mit Spinnen und verwandten Themen zu tun hatten. Erstens: Schon am Morgen liegt kurz nach dem Aufstehen vor mir eine pralle Zecke auf dem Wohnzimmerboden &#8211; angefüllt mit dem Blut meiner Katze, &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/05/08/spinnen-und-andere-besetzungen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte gestern einige interessanten Synchronizitätserlebnisse, die allesamt mit Spinnen und verwandten Themen zu tun hatten.</p>
<p>Erstens: Schon am Morgen liegt kurz nach dem Aufstehen vor mir eine pralle Zecke auf dem Wohnzimmerboden &#8211; angefüllt mit dem Blut meiner Katze, offensichtlich. Ich halte sie einige Zeit zwischen den Fingern und sehe ihr wie ihre Beinchen zappeln. Ziemlich ekelerregend.</p>
<div id="attachment_1282" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><a href="http://astroblog.net/2012/05/08/spinnen-und-andere-besetzungen/spinne/" rel="attachment wp-att-1282"><img class="size-full wp-image-1282" title="spinne" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/05/spinne.jpg" alt="" width="120" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Die &quot;Schwarze Witwe&quot;</p></div>
<p>Später am Tag sieht meine ältere Tochter fern. Sie sieht eine Folge &#8220;Sailor Moon&#8221;, wobei die Kämpferinnen gerade einen Dämon vor sich haben, der die Gestalt einer schwarzen Spinne angenommen hat. Dieser Dämon nennt sich in der Episode &#8220;die Witwe&#8221;, woraufhin mich meine Tochter fragt, was das heißt. Ich erkläre ihr, dass es eine Spinne namens &#8220;Schwarze Witwe&#8221; gibt, die gefährlich und giftig ist, und wie sie in etwa aussieht.</p>
<p>Abends sehe ich einen Film, den mir kürzlich eine Freundin geliehen hat, mit der Empfehlung, ihn anzusehen, weil er gut und anschaulich aufzeige, wie das Böse wirkt und den Mensch verführt, sein Opfer zu werden und dafür die eigene Lebendigkeit einzubüßen hat (<a title="Krabat" href="http://www.youtube.com/watch?v=sUd43YtS20Y" target="_blank">&#8220;Krabat&#8221;</a>). Es geht um einen Jungen, der in die Fänge eines dunklen Magiers gerät, der junge Männer anlockt und an sich bindet und mit der Fähigkeit zur Macht und Magie verführt &#8211; in Wahrheit verbraucht er die jungen Leben und opfert sie um sein eigenes Leben zu erhalten und zu verlängern. Die Assoziation des Spinnenthemas, wobei eine Macht über das Leben verfügt und dieses für sich verbraucht (&#8220;aussaugt&#8221;) liegt nahe.</p>
<p>Möglicherweise sollte ich mir solche Filme gar nicht ansehen &#8211; solche Art von Filmen haben eine starke Wirkung auf mich.</p>
<p>Denn in der Nacht hatte ich einen Traum, in dem sich Schwarze Witwen in meinem Schlafzimmer verstecken. Meine Mutter ist hier und zeigt sie mir, sie ist es auch, die mir erklärt, dass es gerade Schwarze Witwen seine, die hier unter meinem Bett nisten. Sie nimmt sogar eine in die Hand und zeigt sie mir, woraufhin eine dieser sich Spinnen vor mir aufbäumt und die Vorderbeine drohend erhebt, wie es Spinnen tun, wenn sie sich angegriffen fühlen und sich verteidigen wollen.</p>
<p>Ich bekommen immer noch eine Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke.</p>
<p>Neugierig geworden, habe ich das Sonne-am-MC-Horoskop erstellt (diese Art Horoskope geben die Qualität der Bestimmung im Sinne des MC dieses Tages wieder und gelten so für den ganzen Tag).</p>
<div id="attachment_1277" class="wp-caption alignleft" style="width: 680px"><a href="http://astroblog.net/2012/05/08/spinnen-und-andere-besetzungen/tageshoroskop7-5-12/" rel="attachment wp-att-1277"><img class="size-full wp-image-1277" title="tageshoroskop7.5.12" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/05/tageshoroskop7.5.12.gif" alt="" width="670" height="471" /></a><p class="wp-caption-text">Tageshoroskop für den 7.5.2012</p></div>
<p>Die schon seit längerem aktuelle <strong>Uranus-Pluto</strong>-Konstellation hat ja für mich schon persönliche Relevanz, da ich die Konstellation als Spiegelpunkt habe. Zusammen mit der immer noch aktuellen <strong>Mars-Neptun</strong>-Opposition werden hier Schatten ans Licht geholt. Diese sind &#8211; bei Uranus-Pluto- immer Schatten verdrängten Lebens, das durch Vorstellungen ersetzt wurde. Wolfgang Döbereiner hat der Konstellation das homöopathische Mittel <em>latrodectus mactans</em> zugeordnet, die Schwarze Witwe. Das Männliche, Zeugende (Uranus) wird vernichtet, so wie die weibliche Spinne ihren Partner tötet. Dem entsprechend taucht dieses Urrudiment in Menschen mit Uranus-Pluto auf, wenn die Mutter den Vater unbewusst oder insgeheim ablehnt oder enttäuscht ist, vor allem während der Schwangerschaft. Wie im letzten Artikel über <a title="Mond-Uranus" href="http://astroblog.net/2012/05/05/eine-mond-uranus-familiengeschichte/" target="_blank">Mond-Uranus</a> beschrieben, war es in der Tat so, dass auch bei meiner Mutter die Schwangerschaft &#8211; sicher unbewusst und durch ihre Lebensangst gesteuert &#8211; gefährdet war, und die Option einer Abtreibung im Raum stand. Ein Grund war die Ablehnung durch die Familie des Vaters &#8211; was, wieder unbewusst, eine ablehnende Haltung gegen den Vater und gegen das Männliche an sich bewirken kann.</p>
<p>Eine interessante Tatsache ist auch, dass in den letzten beiden Tagen der Mond meinen Uranus passierte &#8211; und so mein <strong>Mond-Uranus</strong>-Thema ans Licht geholt hat, offensichtlich ist das auch eine wichtige Komponente des Traums, in dem meine Mutter anwesend ist. Sie hat einen engen Bezug zu der Spinne im Traum, es scheint sogar so, als wäre sie mit ihr vertraut. Sie hat Pluto am AC, gradgenau. Und was hat meine Mutter eigentlich in meinem Schlafzimmer zu tun? Eine Vermutung tut sich auf, um welche Art der Besetzung &#8211; und nichts anderes ist die Spinne, die bei mir nisten möchte &#8211; es sich handelt. Es ist immerhin auch schon des Öfteren vorgekommen, dass meine Mutter mich im Traum beim Sex mit meinem Mann beobachtet &#8211; wobei naturgemäß dann die Lust verschwindet.</p>
<p>Spinnenträume sind schon öfter bei mir vorgekommen, aber die Spinnen und ihre Netze sehe ich im Traum immer in meinem Elternhaus. Ich habe mehrmals geträumt, ich komme zurück in mein Elternhaus, gehe in mein ehemaliges Zimmer, und alles ist voller Spinnweben und Spinnen, die von der Decke hängen. Und schon als Kind hatte ich nachts im Bett oft Angst vor Spinnen, die ich fast real in meinem Bett herumkrabbeln sah. Ich weiß noch gut, wie ich dann immer wollte dass mein Vater kommt. Dann waren die Spinnen wieder weg. War es das von der Mutter abgelehnte väterliche Prinzip, das die Spinnenangst in diesem Moment vertrieben hat?</p>
<p>Bei Neptun im zweiten Quadranten (und bei Verbindungen zu Mond, Sonne oder Merkur) tauchen oft Spinnenphobien auf &#8211; diese These aus den Erfahrungsbildern von W. Döbereiner kann ich also nur bestätigen. Ich nenne das auch gerne das &#8220;Kaninchen vor der Schlange &#8211; Phänomen&#8221;: bei großer Beeindruckbarkeit (v.a. bei Mond-Neptun) und damit verbundener Angst vor dem eigenen Erleben und Empfinden wirkt Pluto doppelt stark. Das macht in der Folge anfällig für &#8220;Besetzungen&#8221;, und das heißt immer: Übernahme fremden Empfindens und fremder Identität. Das Kaninchen kann sich der Hypnose der Schlange nicht entziehen. Es sei denn: Es erkennt in der Schlange das Nicht-Eigene, in dem es seine eigene Schwäche tarnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Eine Mond-Uranus-Familiengeschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Jahrzehnte vor meiner Geburt&#8230; &#8230;Großvater wird im Auftrag seiner Mutter in das Priesterseminar gegeben. Der ältere Bruder wurde unehelich geboren, und die verängstigte Mutter, aus Schuldgefühlen heraus, lässt sich vom örtlichen Pfarrer dazu drängen, die Sünde der unehelichen Zeugung &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/05/05/eine-mond-uranus-familiengeschichte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Jahrzehnte vor meiner Geburt&#8230;</p>
<p>&#8230;Großvater wird im Auftrag seiner Mutter in das Priesterseminar gegeben. Der ältere Bruder wurde unehelich geboren, und die verängstigte Mutter, aus Schuldgefühlen heraus, lässt sich vom örtlichen Pfarrer dazu drängen, die Sünde der unehelichen Zeugung zu sühnen dadurch, zwei ihrer nachfolgend geborenen Kinder der Kirche zu schenken. Großvater soll Priester werden, eine weitere Schwester Nonne in einem Franziskanerorden. Weitere Kinder werden geboren, die meisten erreichen das Erwachsenenalter nicht und sterben noch im zarten Kindesalter.</p>
<p>Für die Schwester scheint die Entscheidung nicht die schlechteste zu sein: Die Sonne im Stier, fühlt sie sich in der Klostergemeinschaft wohl und schafft es später sogar eine Zeit lang Oberin des Ordens zu werden. Sie wird weit über achtzig Jahre alt.</p>
<p>Nicht so gut wirken die von der Mutter gesponnenen Schicksalsfäden im Leben des Großvaters. Kaum ins Priesterseminar eingetreten, beginnt ein hartnäckiges Stottern, das ihn veranlasst, gegen den Willen der Familie die Priesterlaufbahn zu beenden. Er wird Beamter im Finanzamt. Die Wassermannsonne in Haus fünf hätte ihn schöpferisch wirken lassen können &#8211; die Realität waren Stunden im Büro, die er nur kettenrauchend und Schnaps trinkend überlebte. Sein MC liegt auf 20° Zwillinge, Mond-Uranus. Er hat keine eigene Bestimmung im Sinne des MC und des zehnten Hauses, sondern lebt die der Mutter.</p>
<p>Auf dem Finanzamt lernt er seine zukünftige Frau, Großmutter, kennen. Sie heiraten und bekommen drei Töchter. Er beginnt immer mehr zu trinken und mißhandelt, schlägt und mißbraucht die beiden Älteren der drei, die jüngste versteckt sich in völliger Unberührbarkeit und fällt &#8211; bis heute &#8211; nicht auf. Sie hat Mond-Uranus, Mond-Saturn und Mond-Neptun.</p>
<p>Die Mittlere wird wie ein Bub erzogen, Großvater gibt ihr Jungennamen und zieht ihr nur Hosen an. Sie hat Mond-Neptun. Sie wird allerdings auch am häufigsten geschlagen und bekommt Großvaters Zorn über sein ungelebtes Leben zu spüren. Pluto liegt auf ihrem AC, sie trägt das größte Paket der Verdrängungen der Familie mit sich. Schon als kleines Kind fällt sie immer wieder plötzlich in Ohnmacht, alle glauben, es sei Epilepsie.</p>
<p>Die Ältere wird nicht geschlagen, aber sexuell mißbraucht, schon als Kind. Sie wird auffällig und aggressiv. Mit fünfzehn Jahren verlässt sie die Familie und zieht aus. Bis heute besteht kein Kontakt der übrigen Familie zu ihr, sie sucht mit Vehemenz die Vergangenheit durch die Löschung der Erinnerung und der Verdrängung des Geschehenen zu bewältigen.</p>
<p>Die andere Seite des Großvaters ist die seiner unerfüllten Träume. Er malt, weite Landschaften, ein einsames Boot am See, zu dem ein Steg in der Mitte des Bildes führt. Er sucht insgeheim die Weite und den Ausweg, in Wirklichkeit ziehen sich die Stricke immer enger um ihn, und er kann darüber nur noch zorniger und hilfloser werden.</p>
<p>Er kann zwar den Auftrag der Mutter nicht erfüllen, Priester zu werden, aber sein Leben lang beschäftigt er sich mit Theologie und Philosophie und ist Organist in der Pfarre. Er spielt auch Klavier und Akkordeon, er schreibt und zeichnet, und er ist Zauberkünstler: Ab und zu gibt er Vorstellungen für Kinder.</p>
<p>Nachdem sein Vater gestorben ist, zieht seine Mutter ins Haus. Als treuer Mond-Uranus-Sohn, der sein eigenes Leben früh unterdrückte, übernimmt er so des Vaters Stelle.</p>
<p>Er ist unverstanden und unterdrückt in seiner Männlichkeit, in seiner ganzen Identität, nicht nur durch seine Mutter, die jetzt auch noch mit ihm im Haus lebt, sondern auch von seiner Frau, die ihn durch ihr passiv-aggressives Verhalten ohnmächtig macht. Kommt er zu spät von der Arbeit (das heißt mitunter auch: von einer seiner Geliebten) legt sie sich ins Bett und leidet plötzlich an Kreislaufschwäche. So macht sie es auch mit ihren Töchtern, Großmutter.</p>
<p>Großvater ist erst 43 Jahre alt, als er plötzlich zusammenbricht und stirbt, vermutlich an einem Schlaganfall. Die Mittlere findet ihn tot am Sofa liegend. Eine panische Todesangst beginnt seither, sich in ihr einzuprägen. Diese Todesangst ist eigentlich die Angst vor dem Leben, ihrem Leben. Doch das ist ihr nicht bewusst.</p>
<p>Sehr bald nach dem Tod ihres Vaters findet sie einen Mann, von dem sie schnell schwanger wird, nach wenigen Monaten. Sie heiraten sofort, denn sie ist nur froh, aus der Familie wegzukommen, vor allem von der ewig leidenden und beengenden Mutter.</p>
<p>Die Schwangerschaft wird zu Beginn getrübt: Die Lebensangst taucht auf, sie wird von der Familie des Ehemannes, der für sie dir Rettung bedeutet, nicht akzeptiert, und zu Beginn mißtrauisch begutachtet. Sie bekommt eine Gürtelrose, ein gefährlicher Virus, wenn man schwanger ist. Der Gynäkologe rät zur Abtreibung. Sie hält sich nicht daran und wechselt den Arzt. Dennoch hat sie bis zur Geburt &#8211; meiner Geburt &#8211; Angst, das Kind könnte behindert zur Welt kommen.</p>
<p>Ich werde also geboren, mit einer Sonne auf 20° Zwilling. Auf versteckten Wegen zeigen sich die Mond-Uranus-Aspekte im Geburtshorokop: Mond &#8211; Venus, nach der Rückseitendeutung das zweite Gesicht von Mond-Uranus (Venus als gespiegelter Uranus). Ich habe auch Großvaters Uranus-Pluto, auch den Mars-Neptun, und auch das Mond-Venus-Quadrat ist bei ihm zu finden. Ich male, ich schreibe, ich spiele Klavier. Ich trage seine Gesichtszüge. Ich studiere Theologie und Philosophie. Erst kürzlich wurde mir bewusst, dass ich sogar Bücher, sage und schreibe von Romano Guardini, den ich so gerne lese, meines Großvaters in meinem Regal stehen habe. Aus der Zeit im Priesterseminar, was ich aus seiner Handschrift im Innern des Buchs, mit Jahreszahl, entnehme. Ein Erbe meines Großvaters, den ich persönlich nie kennengelernt habe. Ich kenne ihn nur von den Ängsten meiner Mutter, die ihn siebzehnjährig tot aufgefunden hat, und die ich im Laufe meines Lebens auch immer wieder übernommen habe.</p>
<p>Bis zu dem Zeitpunkt, an dem mir diese Überlagerungen mit einem Mal bewusst geworden sind &#8211; natürlich vor allem mit Hilfe der Astrologie. Mit Entsetzen sehe ich klar, wie ich sogar Krankheitssymptome, Denkmuster und Ängste in mir herumtrage, die ich nur deshalb habe, damit meine Mutter sie nicht sehen muss. Auf der Suche stoße ich nun auf meine Herkunftsgeschichte, die mich bis zu meiner Urgroßmutter geführt hat.</p>
<p>Es ist beängstigend und auch symptomatisch, dass es meiner Mutter gerade zu dieser Zeit gesundheitlich sehr schlecht geht, in der ich in die Zeit zurückgehe und in die Mond-Uranus-Geschichte meiner Herkunft blicke. Löst sich die Tochter aus dem mütterlichen Auftrag und blickt hinter die Kulissen, brechen Vorstellungen zusammen und eine Depression auf körperlicher und seelischer Ebene muss sich fast zwangsläufig einstellen. Die sich seit Jahrzehnten (oder seit der Kindheit?) anschleichende Depression, unterbrochen von Phasen übersteigerter Leistungshaltung (gradgenaue Saturn-Sonne-Konjunktion in Steinbock bei meiner Mutter) kulminiert just in den letzten Monaten und führt zu einem Zusammenbruch auf allen Ebenen.</p>
<p>Ein bitterer Nachgeschmack bleibt mir trotzdem: Es macht mich traurig und zornig, wenn ich ansehen muss, wie ungelebtes Leben mit Psychopharmaka und nichtverstehenden Ärzten nur noch weiter unterdrückt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das verlorene Paradies?</title>
		<link>http://astroblog.net/2012/04/24/das-verlorene-paradies/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 07:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankenflüge]]></category>
		<category><![CDATA[gott]]></category>
		<category><![CDATA[kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe über den Sprachverlust der Zeit geschrieben, und gestern unter Tags kam mir dann plötzlich noch so ein Begriff, ein ebenfalls oft mißverstandener, in den Sinn: das Paradies. Es ist ein Begriff, der auf keinen Fall von der Bildfläche &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/04/24/das-verlorene-paradies/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe über den<a title="Sprachverlust" href="http://astroblog.net/2012/04/21/verlorenes/" target="_blank"> Sprachverlust </a>der Zeit geschrieben, und gestern unter Tags kam mir dann plötzlich noch so ein Begriff, ein ebenfalls oft mißverstandener, in den Sinn: das <em>Paradies</em>.</p>
<p>Es ist ein Begriff, der auf keinen Fall von der Bildfläche verschwunden ist, ganz im Gegenteil ist es ein beliebter Terminus, wenn den Menschen eine anzustrebende Scheinwelt suggeriert oder ein neues, ihn zum Konsum verleitendes Bedürfnis geweckt werden soll. Ich denke hier zum Beispiel an die enorme Beliebtheit dieses zutiefst religiös geprägten Wortes in der Tourismusbranche: das Urlaubsparadies. Es ist bezeichnend, wenn bei einer google-Bildersuche nach dem Begriff &#8220;Paradies&#8221; fast ausschließlich Bilder von Stränden und Palmen und anderen Urlaubsdestinationen zu finden sind. Das Paradies scheint ja nicht gerade verloren zu sein, es begegnet uns überall, und vor allem: es lässt sich anscheinend auch käuflich erwerben. In jedem Fall steht es für ein tiefes Bedürfnis, auch und gerade des modernen Menschen.</p>
<div id="attachment_1251" class="wp-caption aligncenter" style="width: 586px"><a href="http://astroblog.net/2012/04/24/das-verlorene-paradies/lucas-ae-d-cranach-paradies/" rel="attachment wp-att-1251"><img class="size-full wp-image-1251" title="lucas-ae-d-cranach-paradies" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/04/lucas-ae-d-cranach-paradies.jpg" alt="" width="576" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Das Paradies. Gemälde von Lucas Cranach (16.Jahrhundert)</p></div>
<p id="firstHeading">Das griechische παράδεισος (paradeisos) bedeutet wörtlich: &#8220;eingegrenztes, eingehegtes/ eingezäuntes Gebiet&#8221;. Es ist der Lebensraum für das Dasein des Menschen, der ihm von Gott her zur Entfaltung seines Lebens geschenkt wurde. Im Begriff selbst schon liegt die große Gabe einerseits, die damit einhergehende Begrenzung andererseits. Nimmt der Mensch seine Begrenzung, damit seine Bestimmung an, ist im das Paradies genau das, was immer schon im Lauf der Menschheitsgeschichte an Schönem und Gutem assoziiert wurde: eben ein Paradies, das dem Menschen gibt, was er zum Leben braucht.</p>
<p>Auf dem Bild ist zu sehen, wie Gott dem Menschen das Paradies zum Leben übergibt, und ihnen ihren Platz in der Welt zuweist &#8211; wie es vor der Erschaffung des Menschen mit den Pflanzen und den Tieren auch geschehen ist. Der Mensch wird &#8211; obwohl er eine besondere Stellung in der Schöpfung einnimmt &#8211; in die von Gott gegebene Ordnung eingefügt, innerhalb derer er leben soll.</p>
<p>Das Paradies ist also- heute wie damals &#8211; der Raum im Menschen, in dem er nicht nur aus sich und für sich lebt, sondern sich versteht einzuordnen und einzufügen in das große Ganze der Welt, und diese zu hegen, zu bewahren, und zu ver-antworten, als Antwort auf das Geschenk des Lebens. Der in der Bibel wie auch in zahlreichen anderen religiösen Schriften beschriebene Sündenfall ist die Möglichkeit des Menschen, seine Grenzen zu überschreiten. Die Folge: Der Zugang zum Paradies, dem Lebensraum, der ihm ursprünglich geschenkt wurde, um sein Leben entfalten zu können, gemäß seinen Anlagen und Bedürfnissen, wird ihm verwehrt. Er wird somit &#8211; durch sein eigenes Handeln und seine Grenzverletzung &#8211; in die Ortlosigkeit hineingestellt. Er hat seinen Platz verloren.</p>
<p><a href="http://astroblog.net/2012/04/24/das-verlorene-paradies/cranach_paradies/" rel="attachment wp-att-1253"><img class="alignleft size-full wp-image-1253" title="cranach_paradies" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/04/cranach_paradies.jpg" alt="" width="425" height="425" /></a></p>
<p>Das Paradies ist die Rückverbundenheit (wörtlich: re-ligio) des Menschen zu seiner wahren Herkunft, nämlich von Gott. Im Paradies ist der Mensch ganz und gar das Ebenbild Gottes:</p>
<blockquote><p>Die ersten Menschen waren Anfang, Jugend, aber voll Herrlichkeit. Wenn sie in den Raum träten, in dem wir uns befänden, würden wir sie nicht ertragen können. Uns würde vernichtend klar werden, wie verworren und verdorben, wie dürftig im Sein bei aller Leistung wir sind. (&#8230;) In ihnen war das Ebenbild Gottes &#8211; das heißt aber auch, daß Er sich in ihnen offenbarte. Auf die Frage: Wie ist Gott? könnte geantwortet werden: So, wie Er, der Unendliche, in diesen Wesen erscheint. (&#8230;) Das Paradies ist die Welt, wie sie beständig um jenen Menschen her wird, atmet, sich entfaltet, der Ebenbild Gottes ist und immer vollkommener dieses Ebenbild verwirklichen will. (&#8230;) Es war die Welt, die Gott gewollt hat; die zweite, die immerfort aus der Begegnung des Menschen mit der ersten erstehen sollte.</p>
<h6>(Romano Guardini, Der Anfang aller Dinge. Meditationen über Genesis)</h6>
</blockquote>
<p>In Anlehnung an die &#8211; für mich immer wieder erstaunlichen &#8211; Worte von Guardini kann man sagen, dass das Paradies die Welt ist, in der der Mensch aus seiner Bestimmung und in dem Bewusstsein, Geschöpf Gottes zu sein, lebt. Es ist eine Fähigkeit, die in jedem Menschen da ist, wenn auch oft vergraben.</p>
<p>Von daher ist sie eigentlich gar nicht so verwunderlich, die Suche des heutigen Menschen, nach dem Verlorengeglaubten. Das Paradies, es ist uns wirklich verlorengegangen, der Mensch ist ortlos geworden und hat seinen Platz verloren. Das Leben erscheint doch wirklich immer mehr als eine ständige Grenzerweiterung und Expansion: Zum Preis der Ortlosigkeit, der Orientierungslosigkeit, der <em>Qualität</em> ganz allgemein: denn die Quantität des ständigen <em>Mehr </em>führt unweigerlich zum inhaltlichen <em>Vakuum</em> auf allen Ebenen. Und am Rande: Ist es nicht genau das, was viele Menschen heute empfinden, gerade in einer rein äußeren Fülle, diese Leere der Depression, als Pendant?</p>
<p>Astrologisch würde ich das 12. Haus, möglicherweise den ganzen vierten Quadranten, dem Bild vom Paradies zuordnen. Es ist der Bereich im menschlichen Leben, wo seine Verbindung zum Göttlichen liegt, wo das Ego und die Persönlichkeit zurückgestellt werden zugunsten seiner Bestimmung, seinem Schicksal. Dieser Bereich liegt außerhalb der Zeit, wir brauchen also gar nicht anzufangen, das Paradies in diversen Urlaubsorten und anderen Schlaraffenländern zu suchen: Er liegt in uns selbst.</p>
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		<title>Verlorenes</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 19:37:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenflüge]]></category>
		<category><![CDATA[begriffe]]></category>
		<category><![CDATA[erfahrung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die menschliche Sprache hat die Eigenschaft, durch Worte Wirklichkeit zu artikulieren, zu formulieren, ja: zu erschaffen. Wenn ich davon ausgehe, dass mit jedem ausgesprochenen Wort eine Erfahrung der Wirklichkeit erfasst wird &#8211; was bedeutet es, wenn Worte verloren gehen, nicht &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/04/21/verlorenes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die menschliche Sprache hat die Eigenschaft, durch Worte Wirklichkeit zu artikulieren, zu formulieren, ja: zu erschaffen. Wenn ich davon ausgehe, dass mit jedem ausgesprochenen Wort eine Erfahrung der Wirklichkeit erfasst wird &#8211; was bedeutet es, wenn Worte verloren gehen, nicht mehr benutzt und verstanden werden?</p>
<p>Ganz klar: die damit angesprochene Erfahrung geht auch verloren.</p>
<p>Diese erschreckende Tatsache ist mir gerade gestern während einer liturgischen Feier mit Jugendlichen, bei der ich auch mitgewirkt habe, bewusst geworden. Gerade die Kirche spricht in einer Sprache, die &#8211; gerade Jugendlichen &#8211; oft mehr als fremd ist. Kann diese Sprache die Menschen heute erreichen?</p>
<div id="attachment_1238" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://astroblog.net/2012/04/21/verlorenes/schokosunde-2/" rel="attachment wp-att-1238"><img class="size-full wp-image-1238" title="schokosünde" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/04/schokosünde1.jpg" alt="" width="225" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sinnlicher (Schoko-) Genuss als Sünde?</p></div>
<p>Die erschütternde Wahrheit ist doch: Nein, denn weil diese Worte nicht mehr benutzt und begriffen werden, fehlt auch die dazugehörende Erfahrung. In einer Welt in der das Wort &#8220;<em>Sünde</em>&#8221; mit nichteingehaltener Diät und die &#8220;<em>Versuchung</em>&#8221; nur mehr mit Milka-Schokolade in Verbindung gebracht wird, hat die Sprache der Kirche keine Chance. Und diese mißverstandenen und/ oder überhaupt gar nicht mehr verstandenen Begriffe durch andere, dem Alltagsgebrauch näherstehende zu ersetzen, geht doch am Kernproblem vorbei.</p>
<p>Denn wenn im Wort selbst die Wahrheit des damit Angesprochenen steckt, verändert sich auch der Gehalt, wenn ich das in Jahrtausenden gewachsene Wort manipuliere und durch &#8211; der Moderne näherstehende &#8211; Begriffe ersetze.</p>
<div id="attachment_1237" class="wp-caption alignright" style="width: 284px"><a href="http://astroblog.net/2012/04/21/verlorenes/franz_von_stuck_-_die_sunde-2/" rel="attachment wp-att-1237"><img class=" wp-image-1237 " title="Franz_von_Stuck_-_Die_Sünde" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/04/Franz_von_Stuck_-_Die_Sünde1.jpg" alt="" width="274" height="359" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Die Sünde&quot; von Franz von Stuck. Ein moralisierendes, sexuell konnotiertes Verständnis des Begriffs Sünde - die Frau, die verführt.</p></div>
<p>So mit einem der zentralen Begriffe des Christentums: Dem der <em>Sünde</em>. Das griechische ἁμαρτία (hamartia) meint im Neuen Testament wörtlich das Verfehlen eines Zieles. Das heißt, wenn ich mich auf einem Weg befinde (und aus christlicher Sicht hat dieser immer auch ein Ziel, es gibt keinen Weg ohne Ziel, auch wenn der Ausspruch &#8220;Der Weg ist das Ziel&#8221; sehr beliebt zu sein scheint) kann ich unter Umständen von diesem Weg abkommen, und er kann mich dann unmöglich, außer über Umwege (hier kommt dann die christliche <em>Umkehr</em> ins Spiel) noch zu meinem mir bestimmten Ziel bringen. Und jedem Menschen ist ein solches Ziel bestimmt. Es ist die Bestimmung des Menschen und also sein Schicksal, das er anzunehmen hat, denn es ist das im wörtlichen Sinn Ge-Schickte von Gott her. Das meint Sünde: Die Verweigerung der Bestimmung. Bestimmung meint, ich bin in bestimmte Rahmenbedingungen hineingeboren, die ich anzunehmen habe &#8211; wenn ich das tue, kann ich darin auch König werden. Aber: Innerhalb der mir gegebenen Rahmenbedingungen. Ein Vogel kann niemals plötzlich aus seinem Vogelhaften heraussteigen und wie eine Echse am Boden kriechen: Es entspricht nicht seiner Bestimmung, die im Vogelhaften liegt. Sünde ist das Nichtannehmenkönnen der eigenen Grenzen und das daraus resultierende größenwahnsinnige Grenzenüberschreiten, das gerade heute so in Mode ist. Kein Wunder, denn das Wort Sünde ist tot. So können Grenzen des natürlich Gewachsenen (Gentechnik) auch problemlos überschritten werden. Doch um welchen Preis? Den des verantworteten Umgangs mit der <em>Schöpfung</em> (wieder so ein aus der Mode gekommenes Wort! Heute ist es nicht mehr Schöpfung sondern Natur oder schlimmer: Umwelt. Hier ist der Mensch das Zentrum, alles andere ist <em>um</em> mich herum und damit Um-Welt). Die Schöpfung, die ja auch den Menschen selbst meint, ist ein Geschenk, und verlangt einen verantwortlichen Umgang, wörtlich: eine richtige Antwort des Menschen auf dieses Geschenk.</p>
<p>Ein Weg dahin wäre ein weiteres, vielfach mißverstandenes Wort: die <em>Demut</em>. Viele Menschen verbinden das mit <em>Demütigung, </em>mit Schwäche. Ganz das Gegenteilige ist gemeint: Ich kann mich noch gut an eine Vorlesung an der Uni erinnern, in der einer meiner Lieblingsprofessoren für neutestamentliche Exegese erklärt hat: Die Demut ist der Mut zu dienen. Er wurde nicht müde uns nahezuringen, dass es sich dabei eben nicht um eine Schwäche, sondern um eine große Stärke handelt, die eben, wörtlich, Mut erfordert. Es erfordert Mut, sein Ego zurückzunehmen, für Nichtversteher vielleicht auch schwach zu wirken; zu dienen. Es geht im Leben nicht nur um mich und die Wünsche meines Ego nach Status, nach Anerkennung, nach Besitz und Geltung in der Gesellschaft. Etymologisch ist es die Gesinnung des Dienens, des sich Zurücknehmens.</p>
<div id="attachment_1239" class="wp-caption alignleft" style="width: 350px"><a href="http://astroblog.net/2012/04/21/verlorenes/vincen_van_gogh_samariter/" rel="attachment wp-att-1239"><img class=" wp-image-1239 " title="Vincen_van_Gogh_Samariter" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/04/Vincen_van_Gogh_Samariter.jpg" alt="" width="340" height="419" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Der barmherzige Samariter&quot; von van Gogh: Die unmittelbare und also nicht (durch Medien) vermittelte Anrührung durch das Leid Anderer.</p></div>
<p>Und was ist mit der <em>Barmherzigkeit</em>? Wieder so ein Begriff, der für viele verstaubt und veraltet klingt. Der Kern des Wortes, wie auch beim <em>Erbarmen</em>, ist das althochdeutsche <em>barm, </em>das Schoß oder Busen bedeutet. Es geht im Erbarmen also um ein sehr, sehr nahes Herankommenlassen des Anderen, dessen ich mich erbarme. Es trifft in mein Herz, in mein Innerstes, und das veranlasst mich zum barmherzigen Handeln. In Zeiten sozial verordneten Helfens muß der Begriff zwangsläufig aus der Alltagssprache verschwinden. So schrecklich auch viele Zustände in der Welt sind: Ein hungerndes Kind in Afrika, das mir nur durch zweckorientierte Medien vermittelt wurde, zusammen mit dem etablierten Denken, das Spenden für Benachteiligte ist etwas Gutes und Sinnvolles, das es wohl in vielen Fällen auch ist &#8211; mit Barmherzigkeit kann das nichts zu tun haben. Da müsste ich schon selbst an Ort und Stelle bei dem afrikanischen Kind stehen und mich von ihm &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes  - berühren lassen.</p>
<p>Die Liste wäre noch lang &#8211; ein Wort, das mir noch in den Sinn kommt, ist die <em>Gnade</em>. Gut, ab und zu hört man noch von <em>begnadeten</em> Künstlern und ähnlichem &#8211; hier ist eine besondere Fähigkeit eines Genies, was auch immer man sich da vorstellt, gemeint. Gnade ist das Gegenteil von Leistung. Schon deshalb kein beliebtes Wort in einer Welt, in der mehr und mehr Leistung zählt und man nichts umsonst bekommt. Gnade ist das absolute Geschenk, für das ich nichts tun muss und das ich mir auch durch nichts verdient habe. Vieles ist Gnade, allen voran die Tatsache, das ich am Leben bin, und alles um mich herum. Das anzuerkennen, erfordert wieder die oben beschriebene Demut. Denn hier bin ich nackt, ich kann nichts dazu tun, meine ansonsten in der Gesellschaft so hochgelobte und geforderte Leistung hat hier nichts zu sagen.</p>
<p>Es gäbe noch so viele, viele Beispiele. Das <em>Reich</em> Gottes, um das wir im Vater Unser bitten: Schwingt das nicht Ungutes mit, das Reich, dieses zweideutige Wort, das Hitler ganz bewusst benutzt hat, um mit der Sehnsucht nach dem Verlorenenen der Königreiche zu spielen? Das Reich, über das ein König herrscht, gibt es nicht mehr.</p>
<p>Um zur eigentlichen Initialzündung zu diesen Gedanken zurückzukommen: Es ist eine Gratwanderung, und ein Ringen um die Sprache, gerade wenn es um das Vermitteln religiöser Inhalte geht, vor allen wenn es auch noch um sehr junge Menschen geht. Diese kennen bedeutungs-volle Worte oft wirklich nur mehr durch Medien und Werbung verzerrt und sinnentleert, siehe die Versuchung der Milka-Schokolade. Aber die Spannung zwischen dem Bewahren des gewachsenen Wortes und der darin gespeicherten Erfahrung und dem Umformen zum besseren Verständnis sollte nicht aufgelöst werden indem nur mehr Umschreibungen und Wortneuschöpfungen entstehen &#8211; sondern im wachsamen Bewahren des Gewachsenen und dem sensiblen Ausdeuten in die jeweilige Erfahrungswelt hinein, in dem diese Sprache noch verstanden werden will.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Spülmaschinenträume</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 14:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mars-Neptun, immer noch (siehe letzten Artikel). Nur: Mars ist mittlerweile nicht mehr rückläufig, was bedeuten mag, dass eine Hemmung bezüglich der potentiell bereinigenden Energien jetzt zu Ende ist. Einer Bereinigung und Klärung, einem Hochkommen lange versunkener Empfindungen, Erinnerungen und Gedanken &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/04/16/spulmaschinentraume/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mars-Neptun</strong>, immer noch (siehe letzten Artikel). Nur: Mars ist mittlerweile nicht mehr rückläufig, was bedeuten mag, dass eine Hemmung bezüglich der potentiell bereinigenden Energien jetzt zu Ende ist. Einer Bereinigung und Klärung, einem Hochkommen lange versunkener Empfindungen, Erinnerungen und Gedanken steht nichts mehr im Weg. Nichts, außer dem immer noch symphatikotonen <strong>Sonne-Saturn-</strong>Habitus, der das Entspannen und Loslassen erschwert.</p>
<p>Und so verarbeitet mein Unbewusstes den Mars-Neptun, hübsch in Bildern verpackt: Gestern bin ich aus einem Traum aufgewacht, in dem ich eine riesige Spülmaschine bedient habe. Alles, einfach alles kam da rein: Spielsachen meiner Kinder, Alltags- und Gebrauchsgegenstände. Mein letzter Gedanke im Traum: Ich brauche gar nichts <em>Neues, </em>es ist doch alles <em>da, </em>es muss nur immer wieder mal gründlich gereinigt werden&#8230;</p>
<p>Morgen auch noch der <strong>Mond bei Neptun in den Fischen</strong>, macht sensibel, weinerlich, angreifbar. In Opposition zu Mars wohl auch leicht zornig &#8211; oft aus dem Gefühl der eigenen Ohnmacht heraus (Mars-Mond als Rückseite des Neptun-Mond).</p>
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		<title>Assoziationen zur aktuellen Zeitqualität</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 12:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kein Wunder, nach einem Blick in die Planetenstände, warum mich grade das Mars-Neptun-Thema nicht loslässt: Mars in der Jungfrau steht in Opposition zu Neptun in Fische. Es ist ein extremer Drang zur Bereinigung da in diesen Tagen, Verdrängtes möchte ans &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/04/12/assoziationen-zur-aktuellen-zeitqualitat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Wunder, nach einem Blick in die Planetenstände, warum mich grade das Mars-Neptun-Thema nicht loslässt: <strong>Mars</strong> in der Jungfrau steht in Opposition zu <strong>Neptun</strong> in Fische. Es ist ein extremer Drang zur Bereinigung da in diesen Tagen, Verdrängtes möchte ans Licht, Verschmutztes möchte bereinigt werden &#8211; umso stärker, als Mars in der <strong>Jungfrau</strong> weilt. Hier wird sortiert, analysiert, und so einiges wird möglicherweise endlich &#8220;verdaut&#8221; (ganz gemäß des Jungfrau-Prinzips).</p>
<p><strong>Sonne-Saturn, </strong>auch als Opposition, macht &#8211; wenig hilfreich &#8211; unruhig und geschäftig, man läuft Gefahr, durch zu viel Tun, Arbeit und Aktion das Wesentliche (und da gehört die Mars-Neptun-Bereinigung dazu) zu unterdrücken, sich abzulenken. Erschwerend kommt dazu dass die Sonne im Zeichen Widder steht: Man könnte fast von blindem Aktionismus sprechen. Mit dem Kopf durch die Wand.</p>
<p><strong>Mond-Uranus </strong>und<strong> Mond-Pluto</strong> &#8211; also auch kein Zufall dass mich meine Mutter die letzten Tage beschäftigt hat. Mein eigener Mond-Uranus fühlt sich unangenehm angesprochen. Die Emotionen geraten allgemein schnell in Wallung, man ist unruhig, nicht nur im Verhalten (<strong>Sonne-Saturn</strong>) sondern auch in der Seele.</p>
<p>Beziehungen sind angesprochen: <strong>Venus-Mars</strong>, <strong>Venus-Neptun</strong>. Da verbunden mit <strong>Mars-Neptun</strong>, will gerade in Beziehungen so einiges ans Tageslicht, was man möglicherweise lange nicht sehen wollte: Diese Tage sind ausgezeichnet geeignet, um klar auszusprechen und auf den Tisch zu legen (gut dafür: sie steht in den Zwillingen), was immer schon gesagt werden wollte aber nicht gewagt wurde. Aber wie gesagt: Die Fluchttendenzen in den Aktionismus sind groß, siehe <strong>Sonne-Saturn</strong>.</p>
<p>Und hier das Horoskop des Tages:</p>
<div id="attachment_1213" class="wp-caption alignleft" style="width: 680px"><a href="http://astroblog.net/2012/04/12/assoziationen-zur-aktuellen-zeitqualitat/horoskop_des_moments/" rel="attachment wp-att-1213"><img class="size-full wp-image-1213" title="horoskop_des_moments" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/04/horoskop_des_moments.gif" alt="" width="670" height="471" /></a><p class="wp-caption-text">Horoskop des Moments, erstellt für Freistadt, 12. April 2012</p></div>
<p>Fazit: Wer wagt, gewinnt. Die Chancen, die Dinge zu klären, zu bereinigen (gerade in Beziehungen und Partnerschaften) stehen dieser Tage gut.</p>
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		<title>Nachösterliche Gedanken zur Auferstehung</title>
		<link>http://astroblog.net/2012/04/10/nachosterliche-gedanken-zur-auferstehung/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 16:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenflüge]]></category>
		<category><![CDATA[auferstehung]]></category>
		<category><![CDATA[mars]]></category>
		<category><![CDATA[neptun]]></category>
		<category><![CDATA[ostern]]></category>

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		<description><![CDATA[Auferstehung: Die Möglichkeit, immer wieder, und das (Gott sei Dank!) schon mitten im Leben, ganz und total von vorne zu beginnen. Aus allen Abhängigkeiten, Fesseln und Zugehörigkeiten aus-, und hineinzusteigen in das ureigene, neue Leben. Es ist unbegreiflich &#8211; so &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/04/10/nachosterliche-gedanken-zur-auferstehung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auferstehung: Die Möglichkeit, immer wieder, und das (Gott sei Dank!) schon mitten im Leben, ganz und total von vorne zu beginnen. Aus allen Abhängigkeiten, Fesseln und Zugehörigkeiten aus-, und hineinzusteigen in das ureigene, neue Leben. Es ist unbegreiflich &#8211; so wie der Auferstandene im Evangelium des Ostersonntags sich von Maria nicht begreifen, nicht berühren lässt. Aber es ist dennoch erfahrbar.</p>
<p>Das Reich Gottes ist mitten unter uns, sagen die Evangelisten.</p>
<div id="attachment_1205" class="wp-caption alignleft" style="width: 371px"><a href="http://astroblog.net/2012/04/10/nachosterliche-gedanken-zur-auferstehung/auferstehung/" rel="attachment wp-att-1205"><img class="size-full wp-image-1205" title="Auferstehung" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/04/Auferstehung.jpg" alt="" width="361" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Auferstehung. Bild von Andrea Schäfer-Eckert</p></div>
<p>Sicher kein Zufall, dass mir diese Gedanken gekommen sind, als ich mit einer Freundin über die <strong>Mars-Neptun</strong>-Konstellation gesprochen habe: Mars und Neptun, Alpha und Omega, Anfang und Ende des Tierkreises, denn Mars ist Herrscher des Widder, Neptun Herrscher der Fische. Mars-Neptun ist das Auslöschen, das Sichauflösen des Alten und der Neubeginn. Hinter dem Putzfimmel so manches Zeitgenossen (einschließlich mir) mit Mars-Neptun im Geburtsbild verbirgt sich dieser Drang (und diese Lebensaufgabe) aus allen Zugehörigkeiten zu springen, immer wieder. Frisch von vorne anzufangen. Schmutziges zu Bereinigen, Unheiles zu heilen, feste Strukturen zu brechen.</p>
<p>Eine Lebensaufgabe &#8211; und der springende Punkt eines jeden Lebens, wie ich meine. Das Fest der Auferstehung ist nicht umsonst das wichtigste Fest im Jahreskreis&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Romano Guardini: Ein astrologisches Porträt</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 07:39:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Matzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
		<category><![CDATA[bilder]]></category>
		<category><![CDATA[guardini]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[mars]]></category>
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		<category><![CDATA[pluto]]></category>
		<category><![CDATA[schütze]]></category>
		<category><![CDATA[wassermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Romano Guardini ist der erste Theologe dem ich begegnet bin: Ich war 17 Jahre alt, als meine ehemalige Deutsch- und Geschichtelehrerin (die auch Astrologin war und die letzten zehn Minuten ihrer Unterrichtsstunden uns immer Astrologie gelehrt hat) einmal ein Buch &#8230; <a href="http://astroblog.net/2012/03/28/romano-guardini-ein-astrologisches-portrat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1192" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a href="http://astroblog.net/2012/03/28/romano-guardini-ein-astrologisches-portrat/guardini/" rel="attachment wp-att-1192"><img class="size-full wp-image-1192" title="Guardini" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/03/Guardini.jpg" alt="" width="160" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Romano Guardini</p></div>
<p>Romano Guardini ist der erste Theologe dem ich begegnet bin: Ich war 17 Jahre alt, als meine ehemalige Deutsch- und Geschichtelehrerin (die auch Astrologin war und die letzten zehn Minuten ihrer Unterrichtsstunden uns immer Astrologie gelehrt hat) einmal ein Buch in die Schule mitgebracht hat: <a title="Guardini" href="http://www.amazon.de/Werke-Neuzeit-Versuch-Orientierung-Wegweisung/dp/3786712506/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1332852783&amp;sr=8-1" target="_blank"><em>Das Ende der Neuzeit /Die Macht</em>,</a> ein Doppelband, von Guardini, mit der Empfehlung, man sollte das gelesen haben, wenn man das Mittelalter und den Übergang zur Neuzeit sowie den Zusammenhang mit der Gegenwart wirklich begreifen will. Ich habe es mir von ihr ausgeliehen und gelesen, und zugegeben: Es fiel mir anfangs schwer, in diesem Alter Zugang zu seinem Denken und seiner Sprache zu finden, aber dennoch: Ich war begeistert und fasziniert von dem was  mir da Neues begegnet war. Ich habe mir das Buch gekauft.</p>
<p>Vor einigen Wochen habe ich das Buch wieder einmal in die Hand genommen und gelesen &#8211; und auch einige andere Werke von Guardini haben sich in den letzten Jahren in meinen Regalen eingefunden, zuletzt habe ich <em>Der Anfang der Dinge, </em>ein sehr spannendes Werk zum Thema Schöpfung und Schöpfungsgeschichte gelesen. Ich habe auch im Laufe meines Theologiestudiums keinen anderen Theologen und auch keine Theologin kennengelernt, die mich auf diese Weise fasziniert und berührt haben wie die Worte von Guardini.</p>
<p>Das meiste, das ich von ihm gelesen habe, hatte er in den Sechzigerjahren geschrieben &#8211; und das in einer Weise, die ich nur als prophetisch für das ganze 20. Jahrhundert und die Entwicklung in das 21. Jahrhundert hinein bezeichnen kann; gerade in seinen gesellschafts- und kulturkritischen Schriften. Der moderne Mensch zwischen Technik und Fortschritt und neuem Selbstbewusstsein wie auch in neuen Abhängigkeiten, staatlicher Kontrolle und  der stetigen Gefahr des Machtmissbrauchs (als Opfer oder Täter) war ihm Grund zur Sorge, ein Leben lang.</p>
<p>Bevor ich das Geburtshoroskop von Guardini deuten werde, hier eine kurze Dokumentation über diesen Propheten des 20. Jahrhunderts: Auch viele seiner Texte werden darin gelesen. Einfach schön zum Anschauen und -hören:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/UBy1IMMkdU8" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Und hier das Geburtshoroskop:</p>
<div id="attachment_1187" class="wp-caption alignleft" style="width: 680px"><a href="http://astroblog.net/2012/03/28/romano-guardini-ein-astrologisches-portrat/romano_guardini/" rel="attachment wp-att-1187"><img class="size-full wp-image-1187" title="romano_guardini" src="http://astroblog.net/wp-content/uploads/2012/03/romano_guardini.gif" alt="" width="670" height="471" /></a><p class="wp-caption-text">Romano Guardini, Quelle: W. Döbereiner, Flumserberger Seminare. Weg der Aphrodite, Band 10.</p></div>
<p>So ganz auf den ersten Blick: Die Betonung des Elements <strong>Luft</strong>, also das Denkerische, Geistige und Theoretische, das im Vordergrund steht. Dazu die <strong>Sonne</strong> in einem Lufthaus, <strong>Haus 3</strong>, was darauf schließen lässt, das sein Handeln darauf ausgelegt war, zu beschreiben, zu ordnen, zu analysieren, ganz im Sinne der Zwillings-Analogie, dem dritten Haus eigen. Dieses Beschreiben geschieht auf <strong>Wassermann</strong>-Art, aus der &#8220;Vogelperspektive&#8221;, distanziert, aber die Dinge in ihrem Ursprung betrachtend.</p>
<p>&#8220;Betrachtend&#8221; ist überhaupt ein Schlüsselwort, und beschreibt den ganzen Hintergrund Guardinis Zugangsweise zu den Dingen: Der <strong>Schütze-AC</strong> gibt ja hier die Atmosphäre vor, vor dem sich das Leben und Wirken abspielt. Der Schütze betrachtet und hat, wie in der Doku schön gesagt, &#8220;das Ganze im Sinn&#8221;: In allen Gedanken und Anschauungen wird immerzu versucht, das Ganze im Blick zu haben und zu verstehen. Das geschieht, ganz schützegemäß, in Bildern, also einer bildhaften Sprache (auch: <strong>Jupiter in 9</strong> in Opposition zur Wassermannsonne in 3). Das ist etwas das ich auch an einem anderen Schütze-Schreiber sehr liebe, nämlich an <a title="Rilke" href="http://www.amazon.de/Werke-Deutung-Daseins-Interpretation-Duineser/dp/3786719489/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1332863787&amp;sr=8-1" target="_blank">Rainer Maria Rilke</a>, der übrigens auch Gegenstand einer Schrift von Guardini war.</p>
<p><strong>Sonne-Neptun</strong> und <strong>Sonne-Pluto </strong>wie auch<strong> Sonne-Mars, </strong>im Grunde alles Spielarten von <a title="Sonne-Neptun" href="http://astroblog.net/2012/01/16/sonne-neptun-und-die-suche-nach-zugehorigkeit/" target="_blank">Sonne-Neptun</a>, bestätigen vieles, was man von Guardini weiß, was auch in der kurzen Doku erwähnt wird, dass er eher zurückgezogen und schüchtern, aber in seinem (Be-)&#8221;Reich&#8221; König war. Die Hörsäle waren voll. Zusammen mit der starken<strong> Mars-Pluto</strong>-Betonung (als Aspekt wie auch als Gruppenschicksalspunkt 2°Schütze am AC) ergibt sich das Bild eines Einzelgängers, der wie ein &#8220;Wolf&#8221; in der Herde ist, unerkannt und unbewusst könnte das durchaus zu einer geballten Ladung an Aggression werden &#8211; erlöst wird diese Anlage zur Fähigkeit, außerhalb des Gruppengefüges (des Staates und der Gesellschaft) zu stehen, und das zu sehen und zu erkennen, was wirklich ist, mit allen Schatten und allem Bösen, und das zu artikulieren und auszuhalten, schafft nur jemand mit Mars-Pluto.</p>
<p><strong>Neptun in Haus 6</strong> schafft eine verstärkte Wahrnehmung und will die Anpassung und Ausrichtung auf das Umfeld aufheben.</p>
<p><strong>Mond-Saturn</strong> schließlich ist das Ungeborgenheitsgefühl, das Ausgestoßensein vom &#8220;Mütterlichen&#8221;. Guardini wirkte fern von seiner Heimat Italien vor allem in Deutschland; aber in den Sommern zog es ihn immer wieder in sein Geburtsland. Vielleicht ist es auch das Ungeborgenheitsgefühl in der Welt und der Gesellschaft, das viele seiner Schriften prägt, das auch von einem Mond-Saturn herrührt oder diese Wahrnehmung der Welt noch verstärkt.</p>
<p>Der AC-Herrscher<strong> Jupiter</strong> in Haus 9 schafft Bilder, Anschauungen &#8211; das ist es, was nach der Aphrodite-Deutung hier mit dem Jupiter in die Gegenwart gebracht wird.</p>
<p>Ich würde sogar sagen: Es sind Anschauungen dessen, was wirklich ist, das Blicken hinter die Kulissen angesagter Meinungen, Überzeugungen und alltäglich gewordener Ansichten &#8211; das ist damals wie heute notwendig. Und vielleicht ist gerade auch Guardinis Isoliertheit in seiner Kindheit (Mond-Saturn) und seine Zurückgezogenheit ein Nährboden gewesen für seine Sensibilität in der Wahrnehmung (Neptun Haus 6).</p>
<p>Ich wäre ja geneigt bei einem derartigen Horoskop (Sonne-Mars, Sonne-Pluto, Sonne-Neptun, Mars-Pluto) zu sagen: Dieser Mensch hat wohl einen großen Rucksack in seinem Leben mitzutragen. Guardini ist ein Beispiel dafür, dass auch und gerade in Konstellationen        mit einiger Brisanz und einem Maß an &#8220;Unerlöstem&#8221; aus der Herkunftsgeschichte das Potential liegt, daran zu wachsen. Ich mag von gestern sein, aber ich bin dennoch der Ansicht, dass für gewisse Menschen ein Leben im Kloster oder als Priester die am besten geeignete Lebensform ist. Das war früher, noch vor einigen hundert Jahren, bei weitem einfacher als heute &#8211; wo oft das Verständnis für eine derartige Berufung fehlt. Und davon abgesehen macht es die Entwicklung der Kirchengeschichte auch nicht einfacher &#8211; doch das ist ein anderes Thema.</p>
<p>Denn Sonne-Neptun und Mars-Pluto verlangen einen Ausstieg aus den Gefügen der Herkunft (Familie), des &#8220;Sozialen&#8221; (Gesellschaft und Staat, Gruppen) und der etablierten Denkmuster. Das ist das Bild des Wolfs in der Herde &#8211; er bricht ein in das alltäglich Gewordene, das Bequeme und Etablierte.</p>
<p>In diesem Sinne würde ich mir noch viele Menschen dieser Art aus dem Berufsstand des Theologen &#8211; der ja auch meiner ist &#8211; wünschen.</p>
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