Julia Matzinger, geboren 1982, zwei Töchter, geboren 2005 und 2010. Studiert habe ich Theologie und Philosophie in Salzburg, in den ersten Jahren nach dem Studium war ich vor allem in der Jugendarbeit tätig. Nach einer – im Blog gut verfolgbaren – Neuorientierungsphase in der Karenzzeit werde ich wieder als Pastoralassistentin zu arbeiten beginnen.
Abgesehen von meinen Tätigkeiten als Theologin habe mich schon früh (während des Studiums) für Yoga interessiert und habe etwas später das Tanzen begonnen, zuerst freedance, und dann, aktuell, in einer Ausbildung für Bewegungs- und Tanzpädagogik. Astrologie hat mich schon sehr früh begleitet, in allem was ich begonnen, beendet, wieder neu begonnen habe…
Wie ich zur Astrologie gekommen bin und wie ich Astrologie verstehe, veranschaulicht folgendes Interview – durchgeführt von meinem Freund Simon, und veröffentlicht auf soulspace.cc:
Wie bist du zur Astrologie gekommen?
Zum ersten war ich in meiner frühen Jugend ein echter Fan von Sailor Moon – ich hatte noch keine Ahnung von Astrologie, erahnte aber die Zusammenhänge: die etwas schusselige, aber sehr liebenswürdig – kindliche Protagonistin der Serie, Bunny, ist beispielsweise eine sehr gute Repräsentantin der Mond-Krebs-Analogien.
Zum zweiten, in meiner späteren Jugend, hatte ich eine sehr unkonventionelle Lehrerin in meiner Schule, die neben ihrem Beruf als Geschichte- und Deutschlehrerin auch noch Astrologin war. Die letzten zehn Minuten in ihren Stunden waren immer der Astrologie gewidmet, da hat sie unsere Geburtshoroskope gedeutet, uns die Grundlagen der Astrologie vermittelt, oft in lustige Geschichten verpackt und mit vielen Beispielen aus ihrem Leben versehen.
Welches ist – bis heute – das einprägsamste Ereignis, das du mit Astrologie in Verbindung setzt?
Als ich siebzehn war und mir oben beschriebene Lehrerin meinen Aszendenten berechnete und mir in ein bis zwei Sätzen mein Wesen und meine Veranlagungen näherbrachte – ich fühlte mich so erkannt! Das hat mich sehr erstaunt und motiviert, mich auch mehr mit dem Deuten von Horoskopen zu beschäftigen.
Ansonsten fallen mir eigentlich nur viele verschiedene AHA-Momente ein, wenn man beispielsweise beim Betrachten eines Geburtsbildes plötzlich die Zusammenhänge versteht, das Handeln eines Menschen besser nachvollziehen kann, seine eigenen Schattenseiten als solche erkennt, und ihre Möglichkeiten der Transformation…es gibt viele Überraschungsmomente, wenn man sich mit der Astrologie beschäftigt.
Astrologie steht bei vielen Menschen in einem schlechten Licht und kann von ihnen nicht ernst genommen werden. Diese Leute kennen gewöhnlich nur Zeitungs-Astrologie. Wie stehst du zu der Ablehnung der Astrologie auf Basis dieser Kenntnisse?
Astrologie nur deshalb abzulehnen, weil man mangelnde oder einschlägig schlechte Kenntnisse darüber hat, beweist nur dass die meisten Menschen nicht offen gegenüber Neuem sein können und konservativ sind, im weitesten Sinne. Natürlich sind auch die Zeitungen DIE Wissens- und Meinungsmacher heute, genauso wie alle Medien. Dann wird natürlich Zeitungsastrologie als DIE Astrologie gesehen, und übersehen, dass es da auch noch was Anderes gibt! Da hilft nur: Aufklärung, und die Bereitschaft zu offenem Miteinander reden, auf beiden Seiten.
Was unterscheidet professionelle Astrologie entscheidend von dem, was man aus Zeitungen kennt?
Vor allem die ganz individuelle Betrachtung des Geburtsbildes einer Person. Zeitungsastrologie ist Sonnenstandsastrologie (im allerbesten Fall, wenn nicht überhaupt meistens willkürlicher Blödsinn) und kann daher nur ganz allgemeine Trends beschreiben. Um genaue Aussagen und Prognosen machen zu können, sollte man nicht nur die Sonne, sondern alle Planetenstände, ihre Beziehungen zueinander, die Transite usw. betrachten.
Wenn du deiner Radix-Zeichnung spontan eine Farbe zuordnen würdest, welche wäre das?
Ganz spontan ohne Nachzudenken: Gelb. Dann, wenn ich darüber nachdenke: Grün-blau. (Liegt wohl daran, dass den Luftzeichen traditionell die Farbe Gelb zugeordnet wird, und ich habe eine Zwilling-Sonne. Mein Aszendent ist allerdings ein Wasserzeichen, Krebs, also grünlich-blau, wie das Wasser.)
Welche Vision hast du, was du mit Astrologie in Zukunft erreichen möchtest?
„Erreichen“ im Sinne einer Leistung wohl eher wenig. Ich möchte meine Erfahrungen so erweitern, dass ich immer mehr intuitiv deuten und verstehen kann, nicht nur Menschen, sondern auch Ereignisse, ganz allgemein.
Welchen Einfluss auf dein alltägliches Leben hat dein Wissen über astrologische Konstellationen?
Gar nicht so viele: Natürlich interessieren mich an einem Menschen den ich kennenlerne, auch seine Geburtsdaten – das unterscheidet mich vom Nicht-Astrologen.
Ich war nie die Art Astrologin, die ständig die Transite berechnet, genau weiß, welche Prognosen grade anstehen, welcher Planet grade wo steht… Wenn es mir wichtig ist, ein Ereignis oder einen Menschen besser zu verstehen, oder ich etwas wissen möchte, dann mache ich im Nachhinein ein Horoskop, und versuche es zu deuten. Im Nachhinein, das ist mir wichtig: in den allermeisten Fällen gehen Menschen mit zu viel Angst, Grübeleien oder fixen Vorstellungen in eine Veränderungsphase ihres Lebens hinein, wenn man ihnen zum Beispiel sagt, da kommt jetzt ein Mars-Neptun-Transit, das kann dieses und jenes bedeuten… Daher stehe ich der Prognose in der Astrologie eher skeptisch gegenüber, weil sie oft nicht richtig angewendet wird und blockiert, anstatt eine Entwicklung bei Jemandem einzuleiten.





